DATEV und ERP: die Anbindung an den Steuerberater.
DATEV ist die in Deutschland dominierende Software-Plattform der Steuerberater, die große Mehrheit der Kanzleien bucht damit. Eine DATEV-Anbindung im ERP bedeutet: Ihre Rechnungen, Zahlungen und Belege wandern ohne Abtippen in die Buchhaltung der Kanzlei. Der Klassiker dafür ist der Buchungsstapel-Export, moderner sind laufende Übergaben inklusive Belegbildern.
Für die meisten kleinen und mittleren Unternehmen ist die DATEV-Anbindung deshalb keine Option, sondern ein Muss-Kriterium bei der ERP-Auswahl.
Warum die DATEV-Anbindung Standard ist.
Die Kanzlei arbeitet damit
Wenn Ihr Steuerberater in DATEV bucht, ist jede Rechnung, die nicht digital ankommt, doppelte Arbeit: bei Ihnen beim Zusammensuchen, in der Kanzlei beim Erfassen. Diese Arbeit bezahlen Sie über das Kanzleihonorar mit.
Gemeinsame Sprache
Die Standardkontenrahmen SKR03 und SKR04 sowie definierte Übergabeformate sorgen dafür, dass ERP und Kanzleisoftware dieselben Daten gleich verstehen. Ihr ERP sollte den Kontenrahmen Ihrer Kanzlei direkt unterstützen.
Weniger Fehler, schnellere Zahlen
Was nicht abgetippt wird, wird nicht vertippt. Mit sauberer Übergabe liegen Auswertungen wie die BWA früher vor und stimmen mit Ihrem ERP überein, statt Wochen hinterherzulaufen.
Fragen Sie nicht ob DATEV geht, lassen Sie sich zeigen wie.
Halten Sie in Ihrer kostenlosen Ausschreibung fest, wie Ihre Kanzlei arbeitet: Kontenrahmen, gewünschter Übergabeweg, Belegbilder ja oder nein. Anbieter mit etablierter DATEV-Schnittstelle beantworten das konkret, und Sie erkennen sofort, wer nur ein Häkchen im Prospekt hat.
Jetzt kostenlos ausschreibenBuchungsstapel-Export oder tiefere Integration.
Beide Wege bringen Daten zur Kanzlei, aber mit unterschiedlichem Komfort und unterschiedlicher Fehleranfälligkeit.
| Kriterium | Buchungsstapel-Export | Tiefere Integration |
|---|---|---|
| Funktionsweise | Periodischer Export der Buchungen als Datei, Übergabe an die Kanzlei | Laufende, meist automatische Übertragung über DATEV-Schnittstellen |
| Rhythmus | Monatlich oder wöchentlich, manuell angestoßen | Täglich bis laufend, ohne manuelles Zutun |
| Belegbilder | Oft separat zu übermitteln | Beleg hängt digital an der Buchung |
| Fehlerquellen | Vergessene Exporte, falsche Zeiträume, Versand per E-Mail | Deutlich weniger manuelle Schritte |
| Rückweg | Meist Einbahnstraße Richtung Kanzlei | Je nach Lösung auch Rückspiel, etwa Zahlungen und offene Posten |
| Passt für | Kleine Belegmengen, klassische Zusammenarbeit | Höhere Belegmengen, enge digitale Zusammenarbeit mit der Kanzlei |
Welcher Weg passt, hängt auch von der Kanzlei ab. Klären Sie den gewünschten Prozess mit Ihrem Steuerberater, bevor Sie das ERP festlegen.
Worauf Sie bei der ERP-Auswahl achten sollten.
Diese Punkte trennen eine gepflegte DATEV-Anbindung von einer Exportfunktion, die im Alltag Handarbeit bleibt.
- 1Ist die DATEV-Schnittstelle vom Hersteller gepflegt und in vielen Installationen im Einsatz?
- 2Werden SKR03 und SKR04 unterstützt, inklusive Ihrer individuellen Kontenzuordnungen?
- 3Können Belegbilder mit übergeben werden, damit die Kanzlei nicht nach Rechnungen fragen muss?
- 4Gibt es einen Rückweg für Zahlungen und offene Posten, wenn die Kanzlei die Finanzbuchhaltung führt?
- 5Wie werden Kostenstellen und abweichende Steuerfälle übergeben?
- 6Was sagt Ihre Kanzlei dazu? Ein kurzes Gespräch vor der Entscheidung erspart Monate an Reibung.
Häufige Fragen zur DATEV-Anbindung.
Brauche ich selbst eine DATEV-Software?
In der Regel nicht. Ihr ERP erzeugt die Daten im passenden Format und übergibt sie an die Kanzlei, die damit in ihrer DATEV-Umgebung arbeitet. Eigene DATEV-Produkte im Haus brauchen Sie erst, wenn Sie Teile der Buchhaltung selbst in DATEV führen wollen.
Was ist ein Buchungsstapel?
Ein Paket von Buchungssätzen in einem definierten DATEV-Format, das Ihr ERP exportiert und die Kanzlei in ihre Buchhaltung einliest. Jede Zeile enthält unter anderem Konto, Gegenkonto, Betrag, Datum und Buchungstext. Der Stapel ist der bewährte Standardweg der Datenübergabe.
Sollte die Finanzbuchhaltung im ERP oder bei der Kanzlei laufen?
Beides ist verbreitet. Viele Mittelständler führen die Nebenbücher im ERP und lassen die Kanzlei die Finanzbuchhaltung und Abschlüsse machen, größere holen die Finanzbuchhaltung komplett ins ERP. Entscheidend ist, dass die Rollenverteilung vor der Systemauswahl geklärt ist, denn sie bestimmt die Anforderungen an die Schnittstelle.
Meine Kanzlei nutzt kein DATEV, was dann?
Dann zählt, welche Formate ihre Software einlesen kann. Viele ERP-Systeme exportieren neben DATEV-Formaten auch generische Buchungslisten, etwa als CSV. Klären Sie das Zielformat mit der Kanzlei und schreiben Sie es als Anforderung in die Ausschreibung.
Kann die Kanzlei Daten an das ERP zurückliefern?
Je nach Lösung ja, etwa verbuchte Zahlungen, offene Posten oder Auswertungen. Das lohnt sich, wenn die Kanzlei die Finanzbuchhaltung führt, Ihr Team aber im ERP den aktuellen Zahlungsstand der Kunden sehen soll. Fragen Sie Anbieter konkret, welche Rückwege ihre Schnittstelle unterstützt.
Wie stelle ich sicher, dass die Anbindung in der Praxis funktioniert?
Referenzen schlagen Prospekte: Lassen Sie sich Kunden nennen, bei denen genau Ihre Konstellation aus ERP, Übergabeweg und Kanzleiprozess läuft. In unserer kostenlosen Ausschreibung beschreiben Sie diese Konstellation einmal, und Anbieter mit passender Erfahrung bewerben sich darauf.
Stand: August 2026. Dieser Beitrag informiert allgemein und ersetzt keine Rechts- oder Steuerberatung.
Die beste Buchhaltung ist die, die niemand abtippt.
Eine saubere DATEV-Anbindung spart jeden Monat Stunden und Honorar. Schreiben Sie Ihr ERP-Projekt kostenlos aus und machen Sie den Übergabeweg zur Kanzlei von Anfang an zum Pflichtkriterium.