Controlling und Auswertungen im ERP.
Controlling im ERP bedeutet, dass Kennzahlen wie Umsatz, Deckungsbeitrag, Kostenstellen und offene Posten direkt aus den laufenden Buchungen entstehen, aus einem einzigen Datenstand. Es gibt keine Wahrheit je Excel-Datei mehr, sondern eine Zahl, auf die sich Geschäftsführung, Vertrieb und Buchhaltung beziehen. Die Auswertung ist damit ein Nebenprodukt der täglichen Arbeit, kein eigenes Projekt am Monatsende.
Diese Seite zeigt, welche Auswertungen ein ERP liefern sollte, wo Standardberichte enden und wann eigene Auswertungen oder BI-Werkzeuge sinnvoll werden.
Die wichtigsten Auswertungsfelder.
Deckungsbeiträge
Was bleibt je Auftrag, Artikel oder Kunde nach Einstandskosten übrig. Die ehrlichste Zahl im Vertrieb, aber nur so gut wie die gepflegten Einkaufspreise.
Kostenstellen und Kostenträger
Kosten nach Abteilung, Projekt oder Produktlinie zuordnen. Zeigt, welche Bereiche verdienen und welche zehren, statt nur eine Gesamtsumme auszuweisen.
Offene Posten
Forderungen und Verbindlichkeiten mit Fälligkeiten. Wer hier täglich draufschaut, mahnt früher und wird seltener von Ausfällen überrascht.
Liquiditätsblick
Kontostände plus fällige Forderungen und Verbindlichkeiten ergeben eine Vorschau auf die kommenden Wochen. Kein Ersatz für Finanzplanung, aber ein Frühwarnsystem.
Vertriebskennzahlen
Umsatz und Rohertrag je Kunde, Region, Vertriebler oder Kanal, im Zeitvergleich. Renner und Verlustbringer werden sichtbar, ohne dass jemand Listen baut.
Bestandskennzahlen
Lagerwert, Reichweiten und Umschlagshäufigkeit. Verbindet Einkauf und Finanzen: Zu viel Bestand ist gebundenes Geld, zu wenig kostet Umsatz.
Wenn der Monatsbericht drei Tage Excel kostet, ist das eine Anforderung, kein Schicksal.
Beschreiben Sie, welche Zahlen Sie heute mühsam zusammenbauen. Unsere KI-Assistenz macht daraus eine Ausschreibung, auf die sich ERP-Anbieter mit passenden Auswertungen bewerben. Kostenlos für Unternehmen.
Jetzt kostenlos ausschreibenStandardberichte, eigene Auswertungen oder BI.
Drei Stufen der Auswertung, die aufeinander aufbauen. Die meisten Unternehmen brauchen die ersten beiden, die dritte erst mit wachsender Datenmenge.
| Weg | Stärken | Grenzen |
|---|---|---|
| Standardberichte des ERP | Sofort nutzbar, gepflegt vom Hersteller, für 80 Prozent der Fragen ausreichend | Feste Struktur, individuelle Sichten nur begrenzt möglich |
| Eigene Auswertungen im ERP | Berichtsgeneratoren und konfigurierbare Dashboards für die eigenen Kennzahlen | Erfordert Einarbeitung, komplexe Abfragen brauchen oft den Partner |
| BI-Anbindung (z. B. Power BI) | Freie Analysen über ERP-Daten hinaus, Kombination mehrerer Quellen | Zusätzliche Lizenz- und Pflegekosten, braucht klare Verantwortlichkeit |
Prüfen Sie zuerst die Standardberichte am eigenen Beispiel: Wer dort schon Excel-Export als Antwort bekommt, wird später viel nachbauen müssen.
Ein Datenstand statt Excel: was sich konkret ändert.
01
Eine Zahl pro Frage
Umsatz, Marge und Bestand kommen aus dem System, nicht aus drei Dateien mit drei Ständen. Diskutiert wird über Maßnahmen, nicht über Zahlenherkunft.
02
Tagesaktuell statt monatlich
Auswertungen zeigen den Stand von heute, nicht den vom letzten Abschluss. Fehlentwicklungen fallen Wochen früher auf.
03
Kein Berichtsbastler mehr
Der Monatsbericht entsteht per Knopfdruck statt in Personentagen. Das Controlling analysiert, statt Daten zu sammeln.
04
Nachvollziehbar bis zum Beleg
Jede Kennzahl lässt sich bis auf den einzelnen Beleg aufklappen. Ausreißer sind in Minuten erklärt, nicht in Meetings.
Controlling-Anforderungen für das Lastenheft.
Mit diesen Punkten stellen Sie sicher, dass das neue System Ihre Fragen beantwortet, nicht nur die des Herstellers.
- 1Deckungsbeitragsrechnung je Auftrag, Artikel und Kunde im Standard.
- 2Kostenstellen und Kostenträger, falls Sie nach Bereichen oder Projekten steuern.
- 3Offene-Posten- und Fälligkeitslisten mit direktem Absprung zum Beleg.
- 4Eine einfache Liquiditätsvorschau aus Kontoständen, Forderungen und Verbindlichkeiten.
- 5Ein Berichtsgenerator oder konfigurierbare Dashboards für eigene Kennzahlen.
- 6Export- und BI-Schnittstellen, damit Sie später nicht eingesperrt sind.
Häufige Fragen zum Controlling im ERP.
Ersetzt das ERP unser Controlling in Excel komplett?
Die Datensammlung ja, die Denkarbeit nein. Standardberichte und eigene Auswertungen decken die laufenden Kennzahlen ab, für Sonderanalysen bleibt der Excel-Export ein legitimes Werkzeug. Der Unterschied: Excel rechnet dann mit Systemdaten statt mit handgepflegten Listen.
Brauchen wir dafür einen Controller?
Nein, gerade kleinere Unternehmen profitieren ohne eigene Controlling-Stelle: Die wichtigsten Kennzahlen kommen aus dem Standard, die Geschäftsführung liest sie direkt. Ein Controller wird wertvoll, wenn aus Zahlen Steuerung werden soll, nicht fürs Zusammenkopieren.
Wie verlässlich sind Deckungsbeiträge aus dem ERP?
So verlässlich wie die gepflegten Einstandspreise und Stücklisten dahinter. Wer Einkaufspreise aktuell hält und Fertigungszeiten zurückmeldet, bekommt belastbare Margen je Auftrag. Ungepflegte Stammdaten liefern dagegen präzise aussehende Fehlinformation.
Reicht die Liquiditätsvorschau im ERP für die Finanzplanung?
Als Frühwarnsystem für die nächsten Wochen ja: fällige Forderungen, Verbindlichkeiten und Kontostände ergeben ein ehrliches Bild. Für längerfristige Planung mit Szenarien braucht es zusätzliche Werkzeuge oder den Steuerberater, das ERP liefert dafür die Basisdaten.
Wann lohnt sich eine BI-Lösung zusätzlich zum ERP?
Wenn Fragen regelmäßig mehrere Datenquellen verbinden, etwa ERP, Shop und Webanalyse, oder wenn viele Nutzer eigene Sichten brauchen. Vorher gilt: Erst die Standardberichte und Bordmittel ausreizen, dann gezielt erweitern.
Wie stellen wir sicher, dass das neue ERP unsere Auswertungen kann?
Nehmen Sie Ihre 5 bis 10 wichtigsten Berichte als konkrete Anforderung in die Ausschreibung auf, am besten mit Beispiel. Über die kostenlose Ausschreibung auf dieser Plattform bewerben sich Anbieter darauf und zeigen im Termin, wie genau diese Berichte im Standard aussehen.
Stand: August 2026. Dieser Beitrag informiert allgemein und ersetzt keine Rechts- oder Steuerberatung.
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